Klima-Aktivistin Greta Thunberg am 10. August 2019

„Jetzt reicht es mir“: Promi-Gastronom wütet gegen Klima-Aktivistin Thunberg – Netz debattiert

© REUTERS / WOLFGANG RATTAY
Zum Kurzlink

Die schwedische Schülerin und Klimaaktivistin Greta Thunberg hat eine neue Klimabewegung angestoßen und wird von zahlreichen Mitstreitern auf das Äußerste verehrt. Zugleich stößt ihre Aktivität auch zunehmend auf Kritik. Der Kommentar eines Promi-Gastronomen hat jetzt für heftige Debatten in den sozialen Netzwerken geführt.

Detlef Steves, ein Promigastronom, der vor allem aus den Doku-Soaps „Ab ins Beet“, „Ab in die Ruine“ und „Claus und Detlef – Die Superchefs“ Millionen Bundesbürgern bekannt ist, hat in einer scharfen und teils ausufernden Wortwahl die schwedische „Klimaikone“ Greta Thunberg kritisiert.

Als Anlass nahm er den Besuch der 16-Jährigen im Hambacher Forst, wo sie den Wald „beweinte“. Die Braunkohle trage mit zur ökologischen Krise bei. Um die Klimaziele zu erreichen, dürfe Deutschland keine weitere Kohle verbrennen, sagte sie dort.

„Jetzt reicht es mir!“ entgegnete dem nun Detlef Steves in einem Facebook-Post.

Als 16-jährige Schülerin sollte sich Thunberg kaum zum Weltretter inszenieren, sondern doch altersgerecht lieber beweinen, „dass ihr Freund auf einer Party mit einer anderen geknutscht hat, oder dass sie gestern keine Karten mehr für Pink bekommen hat!“Dass das ganze Anliegen beim Promikoch offenbar ordentlich die Gefühle kochen lässt, zeigten auch extrem emotionale Ausdrücke wie etwa:

„Alter, mir geht die Scheiße langsam auf die Eier!!!“

Wenn sich die Thunberg weiter so in die Szene setze und eine Heilige imitiere, werde sie noch „über das Wasser“ laufen und Flüsse teilen, schrieb der Promi mit Einbezug einiger biblischer Erzählungen.

Man sollte lieber schauen, wer wen beweint, „wenn eine fette Steuer für die Umwelt kommt“.

Um klarzumachen, dass er zugleich kein Feind des Umweltschutzes ist, betonte er:

„Nur noch mal zum Klarstellen: Klimaschutz Ja, aber nicht von Jemandem, der meint, der Messias zu sein mit 16”.

Hier der Post von Detlef Steves in ganzer Länge:

Die Reaktionen auf solch eine emotionale Kritik der Thunberg spaltete derweil das Netz. Tausende likten, kommentierten oder teilten den Post.

Einige kritisierten den Promi teils scharf:

  • „Was ist dein Problem? Sorry, aber für diese unangebrachte Aussage leider einen Abonnenten weniger“, schrieb ein Nutzer.
  • „Wo ist denn dein Problem Detlef?! Nur weil ein Mädchen mit 16 Jahren mehr Eier in der Buchs hat als du?! Recht hat sie, und sie bewegt Menschen dazu umzudenken. Was ist daran falsch?!“ kommentierte ein anderer.

Andere unterstützten ihn dagegen voll:

  • „Das liebe ich so an Detlef. Er hat trotz Prominenz die Eier, sich gegen den Mainstream zu stellen und offen seine Meinungen zu sagen.“
  • „Detlef, ich bin da ganz und gar bei Dir! Ihr Einsatz und Grundgedanke in allen Ehren, aber das Ganze hat sich inzwischen zu einer Selbstbeweihräucherung entwickelt und langsam merkt man, dass inhaltlich nicht mehr viel passiert. Es geht nur noch um die Person Greta und nicht mehr um die ursprünglich echt gute Idee.“