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FÜR GIGANTISCHE WINDKRAFTANLAGEN INTERESSIERTE SICH SCHON HITLER

„Reichskrafttürme“: Kupfern die Grünen bei den Nazis ab?

Die Idee von Elektrizitätsgewinnung mit Großwindkraftanlagen ist nicht neu. Schon Adolf Hitler interessierte sich für sogenannte „Reichskrafttürme“ (Bildmitte im Modell).

 

Von LUPO |

Kupfern die Grünen um Robert Habeck bei ihrer Energie- und Klimawende mittels Windkraft etwa alte Nazi-Visionen ab? Die Idee von Elektrizitätsgewinnung mit Großwindkraftanlagen ist jedenfalls nicht neu.

Schon Adolf Hitler interessierte sich für sogenannte „Reichskrafttürme“, die der deutsche Erfinder Hermann Honnef mit gigantischen Ausmaßen plante. Die Pläne blieben aber in der Schublade.

Die Bürgerinitiative  „Unser Holzland – Kein Windkraftland“ aus Ostthüringen hat in einem Protestbrief eine sich ähnelnde Gigantomanie von Windkraftanlagen zwischen Grünen und Nationalsozialisten ins Spiel gebracht:

„Die Erfinder grüner Windkraft-Träume waren die National-Sozialisten, die „Reichskrafttürme“ in den Städten bauen wollten. Diese sollten auch 250 Meter hoch sein wie die aktuellen 4-MW-Windräder, nur mit anderen Rotoren“, heißt es in einem siebenseitigen offenen Protestbrief an den Bundesvorsitzenden der Grünen (siehe Seiten 4 und 5).

Tatsächlich hatte bereits im Jahre 2012 der Blog „Achgut“ auf die Vision von monströsen Windrädern hingewiesen. Dort hieß es:

Im Februar 1932 berichtet der „Völkische Beobachter“ über die Vision eines „riesenhaften Projekts“ des Stahlbauingenieurs Honnef. Die Verwirklichung, heißt es, würde „eine völlige Umwälzung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse herbeiführen“.
Die „Reichskrafttürme“  sollen im Herzen der Großstädte stehen und mehrere Windräder mit je 60 Metern Durchmesser auf einem 250 Meter hohen Turm vereinigen. Damit könne die „nationale Großversorgung“ mit Strom gesichert werden. Hitler interessiert sich für Honnefs Pläne, sie werden jedoch damals noch nicht verwirklicht.

Nachzulesen in: „Die Geschichte der Windenergienutzung 1890 bis 1990“
Von Matthais Heymann
Campus, Frankfurt 1997.

„Achse“-Leser hatten hierzu noch zwei zeitgenössische Quellen aufgetan: Im Linzer Volksblatt vom 2. März 1932 und vom 10. Juni 1932.

BI zerlegt grüne Klimawandel-Argumente

Die Bürgerinitiative reagiert mit ihrem Protest auf das „Kaffeetrinken mit Robert Habeck“ am 19.10.2019 in Bad Klosterlausnitz, bei der sie friedlich gegen Waldzerstörung durch Windkraft-Gigantomanie demonstrierte und nach eigenen Angaben ihre Fragen vom grünen Bundesvorsitzenden nur ausweichend, verfälscht oder gar nicht beantwortet bekam. Die BI um Sprecher Tobias Gruber kämpft gegen die „Vernichtung der Kulturlandschaft“ durch Windkraftanlagen im  Holzlandwald des Saale-Holzland-Kreises. Ihnen seien Bauanträge von 23 Windkraftanlagen mit 240 Metern Höhe bekannt.

Auch sonst zerlegt die Bürgerinitiative die grüne Klima-Argumentation:

  • Habeck möge endlich den wissenschaftlichen Beweis vorlegen, wieviel die Anteile von natürlichem und menschengemachtem Klimawandel seien.
  • Warum Deutschland trotz 30.000 Windrädern und über 1,6 Mio Solaranlagen keine relevanten Senkungen seiner CO2-Emissionen vorzuweisen habe?
  • Warum Deutschland 21 GW Kohlekraftwerke stilllegen soll, während allein China 667 GW und Indien 157 GW Kohlekraftwerkskapazität baut. Und zwar in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaabkommen.
  • Wieso Entwicklungsländer, die CO2-mäßig zu nichts verpflichtet sind, noch Gelder aus einem milliardenschweren Topf bekommen, in den Deutschland einzahlt?
  • Wieso Habeck begründe, dass es in der wissenschaftlichen Beurteilung des Klimawandels einen 99prozentigen Konsens gebe. Die BI habe Petitionen von über 30.000 Wissenschaftlern gefunden. Wenn diese nur ein Prozent darstellten, müsste die Zahl der Habeck’schen Konsens-Wissenschaftler drei Millionen betragen.

Klimaschutz vor Menschenschutz?

Aufschlußreich hierzu ist die aktuelle Diskussion über das vom Bund geplante Abstandsgebot von Windrädern von 1000 Metern. Zum Vergleich: Die Nazis wollten  „Reichskrafttürme“ sogar in die Städte klotzen. Ungeachtet menschen- und naturschützerischer Belange, allein aus energiepolitischen Erwägungen. Auch bei SPD und Grünen geht offenbar zunehmend  Energiewende und Klimaschutz vor Naturschutz, Tierschutz und Menschenschutz. Sie lehnen das oben genannte Abstandsgebot ab, weil dadurch Windkraftstandorte verloren gehen.

Besonders heftig wird derzeit die Diskussion in Niedersachsen geführt, wo der Wirtschaftsfaktor Windanlagenbau schwer ins Trudeln geraten ist. Ministerpräsident Weil (SPD) will deutlich weniger Abstand, berichtet aktuell die Hannoversche Allgemeine.

Man darf gespannt sein, wie die Grünen das Déjà-vu mit der braunen deutschen energiepolitischen Vergangenheit beantworten. Über vorgesehene und ausgeführte „Böse Bauten“ der Nazi-Architektur wird im ZDF laufend berichtet – „Reichskrafttürme“ waren offenbar bisher noch nicht im Programm.