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Unterdrückte Wahrheit: Die geschändeten „Frolleins“. Massenvergewaltigungen 1945/46 – COMPACT durchbricht das Schweigen.

Neben Rotarmisten haben sich 1945/46 auch Soldaten der Westalliierten sexueller Gewalt an deutschen Frauen schuldig gemacht. Jetzt die ganze Leidensgeschichte nachlesen in der COMPACT-Sonderausgabe „Verbrechen an Deutschen – Vertreibung, Bombenterror, Massenvergewaltigungen“.

Es gab eine Zeit, in der auch die Leitmedien noch prominent über die Verbrechen der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs berichteten – jetzt widmet sich nur noch COMPACT diesem Thema. Am 23. November gehen wir mit unserer neuen Geschichtsausgabe „Verbrechen an Deutschen – Vertreibung, Bombenterror, Massenvergewaltigungen“ in die Offensive – die gut belegte Dokumentation wird an 11.000 Kiosken zwischen Ostsee und Bodensee wie eine Bombe einschlagen (ab Verlag ist die Ausgabe schon jetzt zu bestellen!).

Auch zu früheren Zeiten, als es in der Bundesrepublik noch Meinungsfreiheit gab, war die Geschichtsdebatte im Westen ähnlich eingeschränkt wie im Osten:  In der DDR wurde zum Beispiel sehr korrekt der Opfer des angloamerikanischen Bombenterrors in Dresden und anderswo gedacht – aber die Massenvergewaltigungen der Roten Armee waren tabu. In der BRD war es umgekehrt: Die Vertreibungen im Osten waren zumindest für die CDU bis in die 1980er jahre ein großes Thema, die Schändungen deutscher Frauen durch Westalliierte aber tabu. Insbesondere französische und amerikanische Soldaten haben 1945/46 Schande auf sich geladen. Darüber heißt es in einem langen Artikel in COMPACT-Geschichte unter der Überschrift „Die geschändeten Frolleins“:

Der französische General Jean de Lattre de Tassigny hatte am 5. April 1945 als Direktive an seine auf deutschen Boden vorstoßenden Truppen ausgegeben, sie mögen «einen natürlichen Hass gegen den grausamen Feind unserer Freiheit und unserer Kultur, einen legitimen Hass gegen eine Nation, die gierig ist, die Welt zu unterwerfen», nicht zurückhalten.

Wie dies aussah, beschreibt der Historiker Heinz Nawratil in seinem Buch Die deutschen Nachkriegsverluste unter Vertriebenen, Gefangenen und Verschleppten wie folgt: «In einigen Orten Südwestdeutschlands kam es bei und nach dem Einmarsch französischer Truppenteile im April und Mai 1945 zu Vergewaltigungen, Brandstiftungen, willkürlichen Erschießungen und dergleichen.» Als Beispiel beschreibt er unter anderem das besonders harte Schicksal einer südwestdeutschen Kommune in der Zeit vom 15. bis zum 17. April 1945: «Im württembergischen Freudenstadt errichtete das französische Militär ein wahres Schreckensregiment, nachdem es den unverteidigten Kurort fast vollständig zerstört hatte. Die ersten Tage der französischen Besatzungszeit in Freudenstadt erinnerten an die berüchtigten Exzesse französisch-marokkanischer Truppen im Monte-Cassino-Gebiet [In Italien hatte der französische General Juin seinen Truppen für 50 Stunden freie Hand für sexuelle Übergriffe und Plünderungen gegeben, was zu einer blutigen Orgie der Gewalt führte] und sind mit dem Einmarsch der Roten Armee in Ostdeutschland verglichen worden.» In der amtlichen Sammlung Dokumente deutscher Kriegsschäden befindet sich ein Augenzeugenbericht über die Vorgänge in Freudenstadt, in dem es heißt: «Weiße Franzosen, Fremdenlegionäre, Marokkaner und Algerier besetzten die Stadt. (…) Es wurde drei Tage lang gemordet, geplündert, vergewaltigt und Häuser angezündet. Frauen von 16 bis 80 Jahren waren Freiwild; Väter und Mütter, die sich schützend vor ihre Angehörigen stellten, wurden niedergeschossen; die Schreie der gequälten Menschen hallten durch die Nächte. Circa 800 geschändete Frauen meldeten sich zur ärztlichen Untersuchung im Krankenhaus.»

«Circa 800 geschändete Frauen meldeten sich zur ärztlichen Untersuchung im Krankenhaus.»

Terror der Kolonialtruppen

Auf diese Weise erwarben sich die Franzosen den schlechtesten Ruf unter den Westalliierten, vor allem wegen ihrer marokkanischen, algerischen und tunesischen Truppenteile. Bei diesen «kam hinzu, dass sie sie zwar immer ganz vorne an der Front eingesetzt wurden und die höchsten Verluste zu beklagen hatten, aber dennoch nur als französische Soldaten zweiter Klasse angesehen wurden. Jetzt waren sie erschöpft und ausgehungert – und so begannen viele, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen», schreibt die Stuttgarter Zeitung mit Blick auf den Jahrestag der Eroberung der Stadt am 18. April 2015. Unter Berufung auf eine Studie des französischen Historikers Marc Hillel geht der Deutschlandfunk von 1.200 vergewaltigten Frauen allein im Stuttgarter Raum aus, wobei das jüngste bekannte Opfer 14, das älteste 74 gewesen sei. In Konstanz sei es zu 400 sexuellen Übergriffen gekommen, in Freudenstadt zu 500.

«Vergewaltigungen können ungehindert geschehen. … Ihre Truppen sind überhaupt nicht mehr im Griff.» US-General Devers an die Franzosen

Alarmiert von solchen Nachrichten, prangerte US-Senator James O. Eastland die Massenvergewaltigungen in Südwestdeutschland, verübt von den französischen Verbündeten der Amerikaner, im Juni 1945 in Washington öffentlich an. Er sprach sogar von 5.000 Frauen und Mädchen, die von französischen Soldaten aus afrikanischen Kolonien in Stuttgart und Umgebung brutal vergewaltigt worden seien. Eastland war damit überhaupt der erste Politiker auf alliierter Seite, der nach Ende des Zweiten Weltkrieges Sexualverbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung zur Sprache brachte. Der Senator beschuldigte die US-Armeeführung, die Untaten der französischen Verbündeten zu vertuschen. Wörtlich erklärte er im Kongress: «Wenn wir Soldaten ausrüsten und ihnen unter amerikanischem Oberbefehl die Macht über Frauen und Kinder geben, dann ist es unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass Ordnung aufrechterhalten wird und es nicht zu Räubereien, Morden und Angriffen auf Frauen kommt, wie sie sich zweifellos in Stuttgart zugetragen haben.» Eastlands Protest schlossen sich die Senatoren Wheeler, McClellan, Revercomb und Maybank an.

Von einem französischen Versuch, Vergewaltigungsverbrechen aus den eigenen Reihen zu verhindern, berichtet die von Wolfgang Sannwald herausgegebene Dokumentation über das Kriegsende im Landkreis Tübingen: Am Abend des 23. April 1945 zog der französische Ortskommandant die Frauen und Mädchen von Belsen im Schulgebäude zusammen und ließ einen Doppelposten davor stellen, um sie vor marodierenden Afrikanern in französischen Diensten zu schützen. Die Truppe war allerdings kaum abgezogen, da überfielen in den Nächten vom 26. bis zum 29. April Marokkaner das Dorf erneut, wobei etwa 20 Frauen und Mädchen vergewaltigt wurden.

Lesen Sie weiter – über die Vergewaltigungen der US-Armee im besetzten Deutschland – in COMPACT-Geschichte „Verbrechen an Deutschen – Vertreibung, Bombenterror, Massenvergewaltigungen“.  COMPACT hat viele, viele solcher unangreifbaren Dokumente über den Leidensweg unseres Volkes ausgegraben und dadurch dem Vergessen entrissen und in COMPACT-Geschichte „Verbrechen an Deutschen. Vertreibung, Bombenterror, Massenvergewaltigungen“zur Verfügung gestellt. Hier können Sie die umfangreiche Dokumentation bestellen