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Schampus für alle: Tesla kauft Brandenburg

Angebliches Gigawerk für E-Autos im Landkreis Spree-Oder geplant – den Giga-Arbeitsplatzverlust in den Lausitzer Kohlerevieren könnte man da glatt vergessen.

Da ist er wieder, der reiche Onkel aus Amerika: Er will das darbende Brandenburg wieder auf die Füße stellen und schüttet sein Füllhorn aus. Da die Landesregierung seit dem Abgang des gütigen landesvaters Manfred Stolpe und der mildtätigen Regine „Mutter Theresa“ Hildebrandt überhaupt nichts mehr zustandegebracht hat – der Flughafen BER ist eine Technologieruine, ein Milliardengrab, dem produktive Herz, der Braunkohle in der Lausitz, läutet das Sterbeglöckchen –, sind die Politiker entzückt. Die anvisierte Horror-Koalition SPD-Grüne-CDU wird sich auf alles Mögliche einigen und mehr noch auf Nichts, eine industrielle Entwicklung ist dank des grünen Bremsblocks sicher nicht dabei. Da kommt der Ami gerade recht, der einen Haufen Geld mitbringt.

Teslas sogenannte Gigafabrik soll auf einem 300 Hektar großen Grundstück in der Gemeinde Grünheide im strukturschwachen Landkreis Spree-Oder an der polnischen Grenze entstehen – einer AfD-Hochburg. Zu Beginn 2021 sollen laut  Landesregierung 3.000 Jobs entstehen, später sollen bis zu 8.000 Menschen beim einzigen Tesla-Produktionsstandort in Europa arbeiten. Jubel aller Orten, der Landrat sprach von einem „Glücksfall“. Wer will da noch drüber sprechen, dass das für spätestens 2038 vereinbarte Kohle-Aus – Grüne und Greta-Jugend pochen auf einen früheren Stopp – allein in der Lausitz 30.000 Arbeitsplätze bedroht?

Der vielgepriesene Strukturwandel ist, das darf man nie vergessen, nicht durch den Markt, also Kundenwünsche, verursacht, sondern allein von der Politik planwirtschaftlich erzwungen: Man verteuert die herkömmlichen zuverlässigen Energieträger und die bewährten Verbrennungsmotor-Autos künstlich und subventioniert mit Steuergeldern etwa E-Autos, obwohl das Batterie- und Ladeproblem völlig ungelöst ist und die Dinger oft liegenbleiben – kein Saft mehr!! Tesla braucht gar keine Subventionen für den Werksbau – allein die Staatsknete zur Stimulierung einer Nachfrage, die es ansonsten kaum gäbe, genügt ihm.

Keine Frage: Es ist immer schön, wenn irgendwo Arbeitsplätze entstehen! Die große Gefahr in diesem Fall ist aber, dass Tesla die Brandenburger Politik von sich abhängig macht, da er der einzige industrielle Lichtblick in der Finsternis ist – und sicher ganz im Sinne der Grünen Druck machen wird, dass seinem naturwüchsigen Konkurrenten, der Produktin auf der Basis von Kohle und Erdöl, der Garaus gemacht wird.

Ironie am Rande: Tesla macht seine Fabrik von den vorherigen Fertigstellung des Flughafens BER abhängig. Da die Stümper-Landesregierungen Berlin-Brandenburg das wohl kaum schaffen werden, wäre es wohl das beste, wenn Teslas Kumpel Elon Musk die Sache übernimmt und aus dem BER einen Weltraumbahnhof macht, von dem aus dann die restdeutsche Arbeiterbevölkerung auf den Mars geschickt werden kann. Im Bergwerk „Roter Planet“ sollen eine Menge Jobs entstehen, habe ich gehört.