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„Auto-Bild“ attackiert COMPACT

Die Springerpresse verliert mit ihrem E-Mobil-Fimmel die Sympathien der Autofahrer – und fürchtet die Konkurrenz.

Noch nie hat sich „Auto-Bild“ um COMPACT gekümmert. In der Ausgabe vom 17.10.2019 hat sich das geändert. „Verdrehte Fakten“ ist ein Artikel übertitelt, Unterzeile: „Mit falschen Aussagen rund ums Auto fischen alternative Medien am rechten Rand.“ Zu COMPACT heißt es: „Ein Klassiker ist dabei die Leugnung des Klimawandels – so auch beim COMPACT-Magazin.“ Zitiert wird von uns der Satz: „Der menschliche Einfluss auf das Klima ist dermaßen gering, dass ein Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger rein gar nichts bringen würde.“

Eine Widerlegung des COMPACT-Satzes ersparen sich die Springer-Journalisten – sie wäre auch gar nicht möglich. Die interessante Frage ist jedoch, warum sich der Autopresse-Goliath (Auflage fast 400.000) plötzlich um den David COMPACT (Auflage 50.000) kümmert, was er jahrelang nicht getan hat. Vermutlich, weil „Auto-Bild“ die Felle davonschwimmen. Mit rückhaltloser Unterstützung der Elektromobilität schreibt das früher beliebte Blatt konsequent an den Interessen seiner Zielgruppe vorbei. Zum Vergleich: In Deutschland fahren (Stand Januar 2019) über 45 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, aber nur etwa 40.000 Stromer, also weniger als ein Promille. Dabei hatte Angela Merkel 2013 das Ziel vorgegeben, bis 2020 auf eine Million eMobile in der Bundesrepublik zu kommen. Pech, dass die Springerpresse den Vorgaben der Kanzlerin so hündisch folgt…

Umgekehrt ist COMPACT die führende Publikumszeitschrift im Kampf gegen den Klimawahn – den größten Angriff auf die deutsche Industrie seit dem Morgenthau-Plan. In diesem Kontext liefern wir auch Autofahrer „Fakten gegen die Hysterie“, so etwa in unserer Spezial-Ausgabe „Ökodiktatur“, in der sich ein ganzes Kapitel dem „Krieg gegen das Auto“ widmet.

Bei der Attacke der „Auto-Bild“ auf COMPACT kommt einem unwillkürlich ein Aufsatz in der aktuellen Ausgabe „Aus Politik und Zeitgeschichte“, der Beilage zur offiziellen Wochenzeitung „Das Parlament“  in den Sinn, der für dieses offiziöse Bundestagsorgan bemerkenswert ausgewogen ist. Unter der Überschrift „Journalisten im Klimakrieg“ wird die Einseitigkeit der Medien schneidend kühl seziert. Auszug:

Journalisten geraten unter Druck – in Deutschland, der Schweiz und Österreich vor allem von einer Seite: Wer den Verdacht auslöst, Risiken des Klimawandels relativieren zu wollen, zieht Kritik auf sich; mancher findet sich gar als namentlich genannter Klimawandelskeptiker in einer Broschüre des Bundesumweltministeriums wieder. Wer hingegen Unsicherheiten der Forschungsergebnisse ignoriert, hat nichts zu befürchten, Protestpost in dieser Hinsicht gilt in Redaktionen meist als reputationsfördernd. Kritische Journalisten hingegen müssen Internetpranger, Online-Petitionen für ihre Entlassung und Beschwerden bei Chefredaktionen über sich ergehen lassen. Einige haben sich deshalb vom Klimathema abgewandt, anderen wurde von Redaktionen das Vertrauen entzogen, sodass sich die Berichterstattung übers Klima zunehmend homogenisiert.

Vermutlich wurde, entsprechend dieser Beobachtung, auch die Redaktion von „Auto-Bild“ in den letzten Jahren auf die grüne Linie gebracht. Die Leser wenden sich mit Grausen ab.