Ob der Kevin schafft wozu Nahles
noch nicht bereit ist?

J.Damm

„Werter Herr Kühnert…“

Ralf Schuler, BILD-Parlamentschef rechnet mit Kühnerts Sozialismus ab.  (Foto: BILD)

 

Von PETER BARTELS

Ralf Schuler goes Deutschland – in BILD !!!

 

Werter Herr Kühnert … Ich habe ungefragt 25 Jahre am letzten Sozialismus-Experiment auf deutschen Boden teilgenommen und stehe für einen weiteren Anlauf für einen wie auch immer gearteten Sozialismus nicht zur Verfügung …“

Und man liest und glaubt es kaum, rot-grüne BILD und (früher CDU-) schwarzer, (heute AfD-) blauer Schaum. Hugh, Ralf Schuler (54) hat gesprochen. Der vorletzte Mohikaner vom Stamme der Matusseks (die mit dem Gesunden Menschenverstand), durfte dem kleinen schwulen Kevin Kühnert (29) auf’s Maul hauen. Und wie!! Der  grosse Wowi-Fan mit der noch größeren Juso/SPD-Klappe, hatte in „ZEIT“ und „Spiegel“ gefordert, gedroht, Konzerne wie BWM zu enteignen, Häuslebauer, die nicht gleich nach dem Schaffe-Schaffe einziehen, die Hütte einfach wieder wegzunehmen.

„Enteignen“, „wegnehmen“ war bei den Lehrern-, Anwälten, in der Gewerkschaft angelernten Polit-Sozen bekanntlich schon immer wichtiger als Abitur. Nur die wirklichen Kanalarbeiter schufteten, auf dass es den Kindern eines Tages besser gehen, sie nicht mehr im Pütt Untertage malochen mußten. Kevin, das wohlbehütete Beamtensöhnchen, gehört nicht zu dieser Sorte Sozi.

Kein Zaudern, kein Zeugen

Er machte zwar Abi, vertrödelte und verlaberte seine Zeit dann aber doch lieber bei den Jusos. Und die sind zwar jung, wollen sich aber, wie ihre Gender-Götzen befehlen, nicht mehr mit Zaudern und Zeugen aufhalten; wenn’s dann oh Wunder doch mal „passieren“ sollte, wird eben bis zum 9.Monat abgetrieben, notfalls bis einen Tag vor der Geburt, oder so. „Beschlossen!“  Recht auf Leben hat, was GRÜN oder ROT bestimmt. Und da viele eh schwul oder lesbisch sind, bleibt ja alles überschaubar …

Nun aber ist der kleine Schwuli Kevin in der ihn anhimmelnden Medien-Meute der ebenfalls kinderlosen Mutti, für BILD offenbar doch einen Schritt zu weit gegangen. Und Ralf Schuler, „BILD-Parlamentschef“ durfte, sollte, mußte mit den „Sozialismus-Thesen“ des Juso-Chefs abrechnen. In einem „BRANDBRIEF AN KEVIN KÜHNERT“. Und Schuler, obwohl derzeit auf Afrika-Abschiedstournee der CDU-Watschelente Merkel in Burkina Faso, legte los, so weit man ihn ließ:

Demokratie und Sozialismus? Marketing-Trick!

Sämtliche Spielarten dieser Vision waren oder sind das Gegenteil von demokratisch. Die von Ihnen angestrebte Koppelung von Demokratie und Sozialismus ist ein guter Marketing-Trick, funktioniert aber nicht. … Was einmal in den Versionen von Stalin, Mao, Pol Pot bis zu Castro, Ceausescu oder Honecker flächendeckend und … blutig widerlegt wurde, braucht keinen neuen Test …“

Töne, die Deutschland in dieser einst sehr deutschen Massenzeitung seit Rambo & Django (Auflage über 5, heute unter 1 Mio) nicht mehr gelesen hatte … Weil BILD- Totengräber Kai Diekmann (54) und seine Epigonen es in vermeintlich vorauseilendem Gehorsam strikt verboten hatten. Ralf schurigelte Kevin weiter:

Ihre eigene Partei ist Opfer verschiedener Sozialismen geworden, bezahlt dafür in Ostdeutschland noch heute einen hohen Preis (drohende Marginalisierung) … Jene SPD-Genossen, die dem Moskauer Hotel Lux und Stalins Säuberungen entkamen, haben Nachkriegsdeutschland mit aufgebaut … Es erfasst mich ein nahezu körperlicher Zorn, wenn Leute wie Sie mit polithistorischer Wurstigkeit über die Schicksale und Lebensleistungen dieser Menschen hinweg parlieren …Gleichermaßen abschlägig möchte ich Ihre Überlegungen zur Verstaatlichung von BMW und anderen Wirtschaftseinheiten bescheiden …“

Politclown redigiert Mohikaner

Dann klingt Schuler fast so, als hätte in seiner Abwesenheit (Afrika), PHOENIX-Politclown Nikolaus Blome mit linksrotem Griffel den Text auf „erträglich“ zu redigieren versucht:   

Wegen verschiedener politischer Unstimmigkeiten hatte ich in der DDR die Gelegenheit anstelle eines Studiums nach dem Abitur im damaligen Berliner volkseigenen Kombinat NARVA in drei Schichten an der Glühlampen-Produktion teilzunehmen …“

Welch eine Gnade, wegen „Unstimmigkeiten“ hatte er die „Gelegenheit“, das Glück also, Glühlampen zu produzieren … Seufz! Es war offenbar doch nicht alles schlecht im Arbeiter und Bauernstaat …

Und so redigiert der rote Griffel die Schuler-Story offenbar eifrig weiter:

Die Vergesellschaftung hat sich nicht segensreich auf Arbeitsbedingungen oder Produktivität ausgewirkt … Wenn Sie Gemeinschaftseigentum suchen, gehen Sie in einen Kibbuz … Für alles andere sind GmbH oder Aktiengesellschaften probate und durchaus weltweit erfolgreiche Unternehmensformen. Auch gegen Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen ist nichts zu sagen …

Und wieder wie Tünnes und Schäl

Der nächste Satz hätten „Tünnes“ Augstein und sein Watschenwastel „Schäl“ Blome gemeinsam bei PHOENIX schalmeien können: „Flächendeckendes Staatseigentum an Produktionsmitteln, wie Marx es sich vorstellte, führt zwingend zu Planwirtschaft und birgt zudem stets die Konsequenz-Falle in sich, jene politisch repressiv zu verfolgen, die am privaten Gewinnstreben festhalten und sich Ihre persönlichen Lebensträume mithilfe größerer Vermögen erfüllen möchten.“

Dann macht Schuler es aber kurz: „Ich persönlich würde mich freuen, wenn in der SPD-Nachwuchsorganisation nicht die widerlegten Ideen von gestern nachwachsen würden … Im Rahmen meiner begrenzten Lebenszeit finde ich es nicht wirklich erbaulich, mich gleich mehrfach mit dem gleichen sozialistischen Murmeltier herumärgern zu müssen … In diesem Sinne hoffe ich, letztmalig grüßen zu müssen.“

Dann folgt eine erstaunlich lange, informative Fußnote der BILD-Heimatredaktion:

Ralf Schuler (verh. drei Kinder) ist Leiter der Parlamentsredaktion von BILD … Zu DDR-Zeiten nach dem Abitur Lehre als Mechaniker (Metallverarbeitung), später (nach der Wende!!) wurde er Journalist … 1985 „Neue Zeit“, 1995 bis 1998 Redakteur der „Welt“, bis 2010 Politikchef  der  „Märkischen Allgemeinen“, Potsdam (Verleger Gauland, ja, der!) 1993  Theodor-Wolff-Preis …